Harzweserland zu Besuch in Einbeck

Harzweserland zu Besuch in Einbeck

Viel Andrang auf Projektmesse

Dorfbus Uslar, Imkermobil, elektrisches Carsharingauto, Puppen vom Theater der Nacht, Modell der Geotopstation in Willershausen und noch einiges mehr – es gab viel zu sehen am Donnerstag in der BBS Einbeck. Das Harzweserland hatte zum Abend der LEADER-Region geladen und knapp 100 Menschen sind der Einladung gefolgt. Nach kurzen Vorträgen von Julia Gogrewe, Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe und Dezernentin für Bauen und Umwelt beim Landkreis Northeim sowie dem Regionalmanagement ging es über zum Hauptteil des Abends: Eine Projektmesse aus dem Harzweserland zeigte, was alles mit LEADER-Fördermitteln möglich ist. Zahlreiche Aktive standen an den Ständen bereit, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Bei einem Projekt-Speeddating entstanden weitere Ideen für Projekte, die die Region in Zukunft angehen kann. Hier gab es Gelegenheit mit Stefanie Thomuscheit – seit Sommer neu dabei – und Julian David vom Regionalmanagement näher ins Gespräch zu kommen. Beide begleiten interessierte ProjektträgerInnen auf dem Weg von der Idee bis zur Umsetzung.

Anlass für den Abend in Einbeck war die erneute Anerkennung als LEADER-Förderregion, die damit rund 3,9 Millionen Euro weitere Fördermittel für die regionale Entwicklung erhält. „Doch neues Geld allein hilft nicht. Wir brauchen vor allem Aktive vor Ort, die mit guten Ideen Projekte voranbringen“, so Gogrewe. Deshalb war der Abend auch dazu da, das bisher Erreichte zu feiern und den Beteiligten zu danken. Denn das Harzweserland arbeitet bereits seit mehreren Jahren zusammen und hat mit Hilfe der vielen Aktiven aus der Region zahlreiche Projekte umgesetzt.

Projekte stellen sich vor

Zwölf dieser Projekte, die mit LEADER-Mittel gefördert wurden, haben sich gestern Abend präsentiert. Ein Aussteller war der Landschaftsverband Südniedersachsen mit seinem Projekt DorfMuseumSchule, das Jugendliche und Heimatmuseen zusammenbringt. Am Stand des Heimatvereins Willershausen haben die Mitglieder für einen Besuch der Tongrube in der Kalefelder Gemeinde geworben. Die neue Geotop-Station steht an jedem letzten Sonntag im Monat und auf Anfrage für einen Besuch offen. Das ZWAR-Netzwerk aus Moringen hat sich mit seinen vielfältigen Aktivitäten präsentiert. Im Netzwerk haben sich inzwischen gut 200 Personen in über 15 Gruppen zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Freizeit zwischen Arbeit und Rente zu gestalten. Das DRK Uslar war mit seinem Dorfbus angereist und hat gezeigt, wie es die ehrenamtlichen Fahrten organisiert. Der Imkerverein Northeim hat sein Imkermobil mitgebracht, mit dem er auf der Landesgartenschau über den Wert der Bienen und die Imkerei informiert hat. Schlarpe hat das elektrische Carsharingauto vor die BBS gefahren, das über die Photovoltaik-Anlage auf der Dorfgemeinschaftsanlage mit Strom versorgt wird. Auch die Puppen vom Theater der Nacht waren vor Ort, die zum Beispiel auf der 7. Figurentheaterkonferenz zum Einsatz kamen, die auf große Resonanz stieß. Am Stand des Internationalen Schulbauernhofs konnten Interessierte mehr zu den neuen Bildungsangeboten erfahren, die im Projekt „Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“ entstanden sind. Außerdem präsentierten die Kreislandfrauen ihr Info-Mobil „Pumps und Pellkartoffeln“, das bei Aktionen, Workshops und Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsarbeit und zu Bildungszwecken eingesetzt wird. Die Harzhorn Guides stellten die ehrenamtlich organisierten Informationsangebote rund um die Römer-Schlacht am Harzhorn vor. LEADER hat hier den Ausbau und die Gestaltung eines Rundweges gefördert. Während des gesamten Abends gab es außerdem Führungen in der nahe gelegenen PS.Lernwerkstatt. Hier hat LEADER dazu beigetragen, dass nun auch Personen mit Mobilitätseinschränkungen die Angebote wie Löten oder Seifenkistenbau wahrnehmen können.

Austausch mit LAG und Regionalmanagement

Ebenso hat das zentrale Gremium des Harzweserlandes, die Lokale Aktionsgruppe, in Einbeck über ihre Arbeit und ihre Aufgaben informiert. Offenbar stieß auch dieses auf großes Interesse, denn der Stand war stets gut besucht.

„Ich freue mich sehr über das große Interesse an LEADER. Heute waren so viele Personen mit Ideen da. Hier wollen wir gerne weiter unterstützen“, so Regionalmanagerin Thomuscheit. Und David ergänzt: „So viele engagierte Projektträgerinnen und Projektträger an einem Ort zu sehen, ist sehr schön. Es zeigt, dass wir gemeinsam viel bewegen können.“